Neues aus der Hitparade

Heute: ein Blick in die internationalen Tonträger-Charts. In der vergangenen Woche hat Whitney Houston ihren größten Hitparaden-Erfolg seit fast zwanzig Jahren gefeiert. Von einem Tag auf den nächsten war sie mit zwölf Singles gleichzeitig in den amerikanischen Single-Charts vertreten, hinzu kamen zwei Alben in den Album-Top-40. Der Verkauf ihres klassischen Schlagers „I Will Always Love You“ steigerte sich im Vergleich zur Vorwoche um 6 723 Prozent. Um 60 Prozent erhöhte hingegen der Plattenkonzern Sony Music wenige Stunden nach dem Tod von Whitney Houston den Preis für ihr Greatest-Hits-Album „Ultimate Collection“ bei iTunes; um 25 Prozent wurde an gleicher Stelle der Preis für ihr Greatest-Hits-Album „Greatest Hits“ gesteigert. Nachdem dieses Verhalten von verschiedenen Seiten als mäßig mitfühlend und menschlich bedenklich kritisiert worden war, nahm der Konzern die Preissteigerung zurück und bezeichnete sie als totalen Zufall, aber auch dummes Versehen.
Und was ist sonst so los in den Hitparaden? Lediglich auf Platz 37 in Großbritannien, auf Platz 13 in den USA sowie in Deutschland immerhin auf Platz 8 ist die neue Madonna-Single „Give Me All Your Luvin’“ in die Charts eingestiegen; damit liegt Madonna zwar klar hinter Whitney Houston, aber immerhin noh vor dem  kurdisch-hessischen Sprechgesangskünstler Haftbefehl, dessen nebenstehend besprochenes Album „Kanackis“ nach der ersten Verkaufswoche auf Platz 10 der deutschen Hitparade rangiert.

Madonna: Das wird natürlich auch eines der zentralen Themen sein, wenn am kommenden Dienstag die bedeutende deutsch-amerikanische Diven-Expertin und Allround-Alleinunterhalterin Gayle Tufts zu Gast bei Tobi Müller und mir im Popkritik-Salon in der Volksbühne ist. Gayle Tufts ist nämlich nicht nur eine begnadete Madonna-Impersonatorin, wie man in ihrem letzten Programm „Let It Show“ wieder erleben konnte. In ihrem demnächst erscheinenden autobiografischen Essay „Material Girl“ erzählt sie auch davon, wie sie Madonna erstmals 1982 im Danceteria Club in Manhattan erlebte; eine Zeit, in der es ansonsten unter New Yorker Hipstern  als der letzte Schrei galt, zu Dub-Musik Mini-Golf zu spielen! Ein lustiger und lehrreicher Abend steht uns bevor: am 28. Februar um 21 Uhr im Roten Salon.

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